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Gleitlager im Einbau

Gestaltung der Anschlussstelle

Die Wellenabsätze, die Gleitpartner für GLYCODUR®-Lager sind, müs-sen immer breiter sein als das Lager selbst, um Absatzbildungen in der Gleitfläche des Lagers zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig, wenn zwischen Welle und Gehäuse Axialverschiebungen infolge von Längenänderungen o.ä. auftreten können.
Die Gehäusebohrung zur Aufnahme des Gleitlagers sollte immer eine Anfasung erhalten, damit sich die Buchsen einfacher in das Gehäuse einpressen lassen, zumal geschlitzte Buchsen oft eine gewisse Stoßfugenöffnung aufweisen. Die Wellenenden sind zur Vermeidung einer Beschädigung der Gleitschicht beim Einführen in die Buchse ebenfalls mit einer Fase zu versehen. In beiden Fällen sollte Winkel der Anfasung 10 bis 15° betragen (Abb. 1).
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Abb. 1 - Anfasung an Welle und Gehäusebohrung
 
Ist eine axiale Positionierung von GLYCODUR®-Buchsen vorgesehen, so ist der Durchmesser von Gehäuseschultern nicht kleiner als d +0,8 mm auszuführen.
Ein genaues Fluchten der Lager-stellen ist vor allem bei trocken laufenden GLYCODUR® F-Lagern besonders wichtig. Sofern sich Fluchtungsfehler zwischen den Lagerstellen jedoch nicht vermeiden lassen, müssen durch konstruktive Maßnahmen unzulässig hohe Kantenbelastungen verhindert wer-den. Diese Maßnahmen können z.B. darin bestehen, dass an der Gehäusebohrung die Anfasungen vergrö-ßert werden oder eine breitere Buchse verwendet wird, die auf beiden Seiten des Gehäusesitzes übersteht (Abb. 2).
Wenn Fluchtungsfehler auszuglei-chen sind und die Betriebsbedingungen die Verwendung von GLYCODUR® A-Buchsen zulassen, dann sollten Buchsen mit einer Bear-beitungszugabe (GLYCODUR® AB) gewählt werden, deren Gleitschicht nach dem Einbau durch Bohren oder Reiben nachgearbeitet werden kann.
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Abb. 2 - Vermeidung von zu hohen Kantenbelastung-en durch Verwendung einer längeren GLYCODUR-Buchse

 
Wellen, die sowohl radial als auch axial geführt werden müssen, sind der Belastung entsprechend mit Bundbuchsen oder Kombinationen aus Buchsen und Anlaufscheiben (Abb. 3) zu versehen. Schon bei kleinen Axialbelastungen ist die Verwendung von Anlaufscheiben oder Bund-buchsen von Vorteil, besonders dann, wenn keine hinsichtlich des Werkstoffes oder der Bearbeitung geeignete Anlauffläche vorhanden ist. Bei der Verwendung von Bundbuchsen muss darauf geachtet werden, daß beim Gehäuse der Übergang von der Anlagefläche zur Bohrung so abgeschrägt ist, daß er nicht am Radius der Buchse an-liegen kann (Abb. 4).

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Abb. 3 - Kombination einer Anlaufscheibe mit einer zylindrischen Buchse

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Abb. 4 - Fase an Gehäusebohrung bei Verwendung einer GLYCODUR-Bundbuchse

 
Anlaufscheiben werden in der Regel durch einen Paß- oder Gewindestift gegen Mitdrehen gesichert, wie in der Abbildung (Abb. 5) gezeigt Die radiale Festlegung erfolgt über eine Eindreh-ung im Gehäuse. Die erforderlichen Maßangaben für diese Art der Befestigung sind den Lagertabellen zu entnehmen.
Ist eine Eindrehung am Gehäuse nicht möglich, dann sollten die An-laufscheiben mit zwei Paß- oder Gewindestiften, Schrauben oder durch Kleben am Gehäuse befestigt werden. Die Anlaufscheibe muß im gesamten Umfang unterstützt sein. Um Beschädigungen zu vermeiden, müssen außerdem die Köpfe der Stifte oder Schrauben jeweils um mindestens 0,3 mm gegenüber der Lagergleitfläche versenkt werden.
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Abb. 5 - Befestigung von GLYCODUR-Anlaufscheiben


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