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Buchsen GLYCODUR F -  Buchsen GLYCODUR A - Bundbuchsen GLYCODUR F - Anlaufscheiben - Bandstreifen - Gehäuse, Wellen, Lagerspiel

Toleranzen

Gehäuse, Wellen und Lagerspiel

Eine einwandfreie Befestigung von GLYCODUR®-Buchsen und -Bund-buchsen in der Gehäusebohrung wird durch einen entsprechend festen Sitz erreicht. Bei einbaufertigen Buchsen und Bundbuchsen in metrischen Ab-messungen empfiehlt es sich, den Gehäusesitz für Lager bis 4 mm Bohrungsdurchmesser nach Tole-ranzfeld H6 und größere Gehäuse-
sitze nach Toleranzfeld H7 zu bearbeiten (GLYCODUR F und GLYCODUR A).

Nach dem Einbau liegen der Bohr-ungsdurchmesser der Buchsen und das Lagerspiel innerhalb der in den Tabellen (GLYCODUR F und GLYCODUR A) angegebenen Kleinst- und Höchstwerte, wenn die Welle nach den ebenfalls in diesen Tabellen angegebenen Toleranzen gefertigt ist. Die Werte für das Lager-spiel gelten bei Raumtemperatur; liegt die Betriebstemperatur der Lager höher, so verringert sich das Lagerspiel je 20 Grad Temperatur-erhöhung bei den GLYCODUR® F-Lagern um 0,0016 mm und bei den GLYCODUR® A-Lagern um 0,005 mm.

Das Lagerspiel kann innerhalb der empfohlenen Toleranzen eingeengt oder vergrößert werden, indem Welle und Gehäusebohrung beim Zusam-menbau aufeinander abgestimmt werden.

Wenn in bestimmten Anwendungs-fällen z. B. ein sehr leichter Lauf gefordert wird oder die Lager gering belastet sind, empfiehlt es sich, die in den Tabellen angegebenen Größtwerte für das Lagerspiel anzustreben.

Die empfohlenen Toleranzen und angegebenen Richtwerte gelten für Gehäuse aus Stahl oder Gusseisen. Bei Leichtmetallgehäusen können wegen der unterschiedlichen Wärme-dehnung festere Sitze erforderlich werden. Anderenfalls ergeben sich aufgrund der stärkeren Ausdehnung des Gehäuses nur ein ungenügend fester Sitz der Buchsen und zu große Lagerspiele.

Scheidet eine festere Passung z. B. aus Montagegründen oder wegen der erforderlichen höheren Einpresskräfte aus, besteht auch die Möglichkeit, durch Einkleben der Buchse in die Gehäusebohrung einen ausreichend festen Sitz zu erreichen. In Sonder-fällen muss dann jedoch durch ent-sprechend geänderte Tolerierung der Welle einer unzulässigen Spielver-größerung entgegengewirkt werden.

Anlaufscheiben werden in der Regel durch eine Eindrehung im Gehäuse festgelegt. Durchmesser und Tole-ranz der Eindrehung sind in den Tabellen 'Anlaufscheiben' angegeben.

Bei der Festlegung von Toleranzen für Gehäuse und Wellen sollten die Normen DIN ISO 3547 und DIN ISO 6525 beachtet werden.


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